EM.. was?

hallo ihr lieben,

nach langer zeit finde ich endlich mal wieder ein bisschen raum um einen blogartikel für euch zu verfassen. ich bin inzwischen in leipzig gelandet, gut angekommen und lasse hannover mit gemischten gefühlen hinter mir. heute wollte ich einen kleinen sportlichen rückblick machen, bevor das jahr 2016 zu ende geht.
ich bin immer viel gelaufen, das war meine absolute passion. vor allem in hannover gibt es wunderschöne laufstrecken, die für mich von linden aus innerhalb von wenigen minuten zu erreichen und neu zu erschließen waren. ob nun nur am kanal entlang, bis zur schleuse oder noch ne extra runde beim musiktheater bad bis durch die herrenhäuser gärten.. jeder der in hannover schonmal joggen war, weiß wovon ich spreche, und wers noch nicht war sollte es dringend mal tun. auch im süden von hannover gibt es großartige möglichkeiten durch die eilenriede und beim maschsee entlang. das ganze laufen hat dann irgendwie zu gelenkproblemen geführt, stechende schmerzen im knie die bis heute nicht verschwunden sind, auch jetzt wo ich nicht mehr laufen gehe. kein arzt, orthopäde oder physiotherapeut konnte mir weiterhelfen, auch keine bandage. war ja klar. bei mir muss man also wieder von einem medizinischem mysterium stehen. wie auch sonst. doch irgendeinen ausgleich brauche ich. mit der zeit hat sich für mich heraus kristallisiert, dass mir das fitness studio nicht gut tut. für mich besteht fitness studio aus purem druck den ich mir selbst mache: ich muss 3-4x die woche gehen, wenn ich das nicht schaffe, gehts mir schlecht. und dieser innere druck hat dann auch nicht sonderlich positiv zur essstörung beigetragen.. dann die logische konsequenz aus der enttäuschung, dass man doch nicht oft genug im fitness studio war, ist natürlich dann weniger zu essen. na wunderbar.
dann kam auch noch die bachelorarbeit oben drauf. und solch eine geballte ladung stress in kombination mit privatem weiteren druck den man sich selbst macht kann ja nur katastrophal enden. um dem entgegen zu wirken hab ich einfach mal was verrücktes ausprobiert.. ich war beim EMS training. 

em.. was? jo. dachte ich auch erst. die rede ist von EMS. elektronisches muskeltraining. man zieht sportunterwäsche von einem speziellen abieter an, bekommt eine weste mit elektroden drüber gezogen und noch weitere elektroden an die arme, beine und den po, und dann gehts ab. durch elektroimpulse wird der muskel stimuliert was zur stärkung der inneren körpermuskulatur und abbau von überschüssigem fett führen soll. 20 minuten. 1x die woche. zack feddich. 
ich hab mich erst nicht getraut meinen freunden davon zu erzählen, weils halt schon viel geld ist was man da lässt, und das für "elektrotraining". aber letztendlich weiß ich nicht mehr wofür man sich schämen soll. das EMS training ist genauso echtes training wie das heben von gewichten im fitness studio. bänder, sehnen, gelenke und knochen werden beim EMS-Training nicht so sehr trainiert wie beim klassischen krafttraining, aber wer sich nebenbei noch dehnt und auch mal bock hat zu hause ein paar liegestütz zu machen oder sich mal aufs rad zu schwingen, der ist super mit der methode bedient. und es sind halt nur 20 minuten. einmal die woche. es war einfach perfekt für mich in meiner bachelor arbeits phase, ich konnte mich vollkommen auf die arbeit konzentrieren (über die ich euch bei zeiten dann auch noch was erzählen werde), ohne mir über fitness studio gänge oder was ich nun essen darf oder nicht essen darf gedanken machen musste, also wieso dafür schämen. 
ich hab mein training bei bodystreet gemacht, genauer gesagt bei andreas in der nordstadt bei der kopernikus straße. er ist ein super lieber trainer und war immer sehr geduldig und flexibel mit mir, denn ihr ahnt nicht wie oft noch irgendwelche blöden verschiebungen dazwischen gekommen sind.. andreas hatte aber immer verständnis wofür ich sehr dankbar bin. auch die anderen mädels im studio sind super lieb und haben richtig bock einen "fertig zu machen". damit meine ich, dass halt die trainer ständig während man übungen durchführt, die intensität der elektroimpulse variieren können. wichtig war: ausgeschlafen und fit ins training zu gehen und eine stunde vorher ne gute mahlzeit gegessen zu haben. ich war gern vormittags/morgens trainieren, sodass ich immer 1.5 stunden vorm training mir n leckeren porridge mit banane reingehauen habe bevors losging, damit man genug kraft hat :) und auch wichtig: genug trinken. ohne genug wasser intus wurde mir 1. schnell schummerig, und 2. konnte ich auch nicht richtig schwitzen. wenn ich also wach, fit, satt und nicht durstig war, wussten die trainer im studio immer, dass ich ein "brett training" wollte, und das hab ich auch bekommen. man schwitzt, ist richtig gut ausgepowert und ausgeglichen nach einem training. die übungen die wir gemacht haben waren statisch, jeder der sport macht kann und kennt die übungen auch, aber diese inklusive elektroimpulse zu halten ohne pause war anfangs schon sehr anspruchsvoll. irgendwann kennt man die übungen recht gut, und kann sich auf das steigern der stromintensität konzentrieren. mehr geht immer!
es war eine schöne zeit, und ich hab sogar in den vier monaten muskeln aufgebaut und fett abgebaut, aber was viel wichtiger ist: ich hab mich echt durchgehend fit gefühlt. irgendwie einfach stabil. das war richtig gut und hat mir einiges besonders kopftechnisch gebracht. man kann alle paar wochen mal eine körperfettmessung machen lassen, weshalb ich euch hier mal meine werte im vergleich vom 01.08. zum 22.09. beigefügt habe.
wenn ihr mal bock habt, geht doch mal bei andreas vorbei, man kann sogar ein kostenloses probetraining dort machen, es gibt vegane sportgetränke.. und dann grüßt ihn mal ganz lieb von mir :)




bis bald xx kira

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