HOW TO DO IT RIGHT: NEW YORK


hallo ihr lieben,

ich habe den vergangenen februar wieder in new york verbracht, und muss zugeben, dass ich überwältigt war von der veränderung innerhalb der letzten jahre. bisher war ich nur in new york, wenn ich meinen vater bei extremsport veranstaltungen begleitet habe, wie zum beispiel den empire state building run up, und ansonsten nicht so viel zeit hatte eigenständig die stadt zu erkunden, wie ich das sonst so mache wenn ich unterwegs bin. auch wo gegessen wurde war eher zweckmäßig, als gezielt ausgesucht, doch das sollte diesmal ganz anders laufen. 

new york ist über und über voll mit healthy corner shops, wo man frisch gepresste säfte, green smoothies oder quinoa bowls on the go erhält. ich finde diese entwicklung natürlich großartig, dass es mittlerweile quasi mehr alternativen zu mc donalds und co. gibt, als fillialen dieser fastfoot ketten selbst, ist ein trend der einen schritt in die richtige richtung voran geht. natürlich gilt das hier nur für new york bzw. manhattan. es ist angesagt im büro mit granatapfelsaft und kalesalad zu erscheinen, und das jetzt nicht unbedingt aus der motivation heraus etwas gutes für die umwelt zu tun oder aus tieretischen gedanken, aber hey, immerhin. der trend richtung pflanzliche ernährung greift, aber noch lange nicht ausreichend genug. als wir in new york waren, war gerade superbowl zeit (auch noch der 50. herrje..), und da der superbowl wichtiger als jeder geburtstag oder sonst was in amerika ist, wird dementsprechend auch der tisch gedeckt, weshalb der superbowl nach thanksgiving den wichtigsten tag für die lebensmittelindustrie darstellt. pizzalieferdienste erwirtschaften sich sogar 1/3 ihres jahresumsatzes allein am tag des superbowlspiels. traditionell werden popcorn, chips, guacamole und chicken wings zum spiel konsumiert, dieses jahr waren es zum superbowl 1,3 MILLIARDEN CHICKEN WINGS die von den amerikanern verputzt wurden, doch bin immer wieder während ich durch die straßen geschlendert bin auf plakate gestoßen, die für ein "healthy catering for superbowl night" geworben haben. salatplatten, falafel, säfte, oder eben mit veganen substituten. im herkömmlichen supermarkt war es völlig normal veganen truthahn oder chicken wings aus dem kühlregal kaufen zu können. wahnsinn! die alternativen sind also in new york an jeder ecke zu erhalten, es wird den amerikanern dort wirklich einfach gemacht, und vielleicht greift es auch über die jahre, die entwicklung ist weiterhin interessant zu beobachten, auch wenns weh tut. 

so - aber genug davon, sonst komm ich gar nicht mehr zu meinen tipps für euch. hier ein kleiner guide von mir, wie man am besten low budget durch new york reist, ohne was zu verpassen. 

how to book:
ich habe die reise mit einer sehr guten freundin von mir gebucht, wir haben auf expedia zufällig einen bug entdeckt, und konnten so von hamburg direkt nach NY und wieder zurück mit united airlines inkl. 1 nacht im hotel für 360€ buchen. dezentes schnäppchen! um solche angebote zu finden kann ich euch nur raten den newsletter von urlaubspiraten.de und urlaubsguru.de zu abonnieren, und dort nicht nur die überschriften zu lesen, sondern auch die blogartikel die dort hochgeladen werden, da dort meist erklärt wird, wo man solche bugs findet und wie man sie nutzt. am nächsten tag war der fehler der seite auch längst behoben, aber da wir direkt bezahlt haben und sofort unser flugticket zugeschickt bekommen haben, hatte die reiseseite pech, und wir glück gehabt. 

how to live:
vom flughafen aus kommt ihr am besten mit dem airport shuttle bus nach manhattan, da lohnt es sich auch direkt einen roundtrip zu buchen, die tickets gut wegpacken, und schon hat man noch nichtmal mehr die sorge, wie man aufm rückweg wieder am besten zum flughafen zurück kommt. es gab dann glaube ich ca. 3 busstops in central manhattan wo man aussteigen kann, und alles andere ist dort easy zu belaufen. gianna und ich sind fast jede strecke einfach gegangen, da man sich in new york so großartig am block-system orientieren kann, ist es auch gar kein problem von A nach B zu finden. dadurch, dass wir immer gelaufen sind, haben wir 1. wirklich viel von new york gesehen, da jeder stadtteil einen ganz eigenen und anderen charakter hat und 2. uns auch schön ausgelastet, da es schon teilweise täglich um die 10/11km waren, die wir rumgesteppt sind.
für so ne städtereise lohnt es sich auch gar nicht großartig shampooflaschen und extra pflegetuben mitzuschleppen, man braucht ja auch eigentlich genug platz für die dinge die man unterwegs so kauft und mit nach hause nehmen will (bei mir wars tatsächlich fast nur essen, haha). deshalb wars mega cool so ein kleines täschchen mit shampoo, conditioner + rasierschaum, duschgel und kühlgel zusammen verpackt dabei zu haben, hat einfach gar keinen platz weggenommen und ist perfekt leer geworden, sodass ich nicht nochmal flaschen wieder zurück nach deutschland nehmen musste. go&home wurde von peta2 beworben weil es natürlich vegan ist und ist auf deren website erhältlich!


ansonsten haben wir kein geld für übernachtungen ausgegeben, da wir die ganze zeit gecouchsurft haben. couchsurfing bedeutet wortwörtlich, bei anderen leuten auf der couch zu schlafen, meistens bekommt man aber sogar ein eigenes bett, eine aufblasbare matratze oder ähnliches, das kann alles abgesprochen werden, aber alles umsonst. couchsurfing soll reisende auf der ganzen welt vernetzen und ist dazu da, damit man sich gegenseitig unter die arme greift. man bekommt so von locals, bei denen man auf der couch schlafen darf, aus erster hand informationen, was man sich am besten angucken sollte, wo man am günstigsten tickets bekommt, oder was es sonst noch so an insider tipps zu erzählen gibt. ich liebe liebe liebe couchsurfing und habe bisher zwar durchwachsene erfahrungen gemacht, aber bin letztendlich trotzdem über jede einzelne froh. 
auch in new york war es einfach großartig und erspart einem einen haufen an geld, den man sonst täglich in irgendwelche hostels oder hotels investieren würde, wo eh wieder irgendwas blöd ist. es gibt ein forum für veganes couchsurfing in NY auf facebook, da hat sich gianna ganz ambitioniert drum gekümmert und uns sind dann ziemlich schnell zwei großartige angebote in die hände geflogen. eine nacht haben wir bei einem personal trainer in der upper eastside verbracht, er war unglaublich freundlich und hatte ein niedliches 1-zimmer-apartement, das ding war aber, dass wir wirklich kopf an kopf mit ihm und seiner freundin geschlafen haben und somit wirklich keine privatsphäre hatten. gianna und ich haben uns bei ihm bedankt, und konnten zum glück noch spontan nach brooklyn ziehen, wo wir das angebot hatten katzensitter zu sein, uns aber zu erst für den schlafplatz beim personal trainer in der upper eastside entschieden hatten. 

nun gings aber doch nach brooklyn, und das war genau die richtige entscheidung. wir hatten die gesamte wohnung für uns allein, da unser couchsurfhost berufsbedingt nach LA musste, und wir beide deshalb auf ihre drei katzen raffi, enzo und zoey aufpassen durften. die drei waren unglaublich gut erzogen, jeder hatte seinen eigenen fressnapf und alle waren charakterlich vollkommen verschieden. 
wir hatten eine wunderbare zeit in der schönen kleinen wohnung, da wir abends für uns waren und unsere ruhe hatten, mit einem glas wein noch einen film schauen konnten ohne dass wir irgendjemanden dabei stören. 




es ist sehr zu empfehlen sich eine metro card zu holen, wenn man in brooklyn wohnt. und allgemein würde ich euch auch sehr ans herz legen in brooklyn zu wohnen, wenn ihr in new york seid. wir haben in der nähe des prospect parcs im süden von brooklyn gewohnt, und sind deshalb immer mit der metro hoch nach williamsburg, bedford, bushwick und greenpoint gefahren. diese viertel sind auch sehr zu empfehlen für alle die es fancy mögen. aus den ehemaligen biggie smalls hustle pflaster, runtergerockten stoner rock und jazz vierteln ist eine blühende gentrifizierungsgegend geworden, mit wunderschönen kleinen cafés, buchshops und second hand botiquen (besucht unbedingt die L train vintage stores! ein paradies!).


how to eat:

grundlegend wichtig vorne weg zu wissen: in restaurants wird immer tip gegeben! da kommen meistens dann schon nochmal so 10-15% auf den endbetrag oben drauf. ansonsten lohnt es sich am meisten, mittags in restaurants zu gehen, da es oft lunch specials gibt und man da einiges an geld sparen kann im vergleich zu den preisen die man abends hat.

um zu sparen haben wir die ersten tage uns morgens immer ein müsli mit frischen beeren gemacht, damit wir nicht auch noch fürs frühstück so viel geld ausgeben, da es in new york schon sehr teuer ist. je essen sollte man schon circa 11$ einplanen! es gab also quarker oats mit nature valley dark chocolate protein crunch, silk soy milk und meist dann blau- und brombeeren dazu. yumm!






b r o o k l y n 

PINE BOX ROCK SHOP
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DUN-WELL DOUGHNUTS
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CHAMPS DINER
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ABRACADABRA
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RIVERDEL FINE FOODS
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m a n h a t t a n 

BLOSSOM DU JOUR
find me: 13th street, chelsea (259 west 23rd street), hells kitchen, upper westside 67th, upper westside 81st
perfekt um schnell was mitzunehmen oder dort zu essen, aber nicht um sich gemütlich hinzusetzen und in ruhe zu essen! wir haben dort wraps zum mitnehmen geholt und breakfastmuffins, das war großartig!
was gibts dort:
- vegan fast food (mostly the healthy way)
- sandwiches und wraps 
- seitan, bacon, chicken, meatballs
- avocado, kale, quinoa, black beans, tumeric, sweet potato
- breakfast all day (egg, cheese, hollandaise)
- salads and sides (mac n cheese, chickpea quinoa, soy bacon)
- blossom bowls, premium bowls und sweets
- cold pressed juice, smoothies and shakes (butterfinger, cookie dough)

00+co
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RED BAMBOO
find me: 140 west 4th street
das restaurant ist der absolute wahnsinn. wenn ihr auf vegane ersatzprodukte steht, kommt ihr dort voll und ganz auf eure kosten. ich esse halt lieber gemüse, deshalb war das nicht so meins, aber gianna war im vegan food paradise, sie schwört auf die buffalo wings mit sour cream die man da bekommt!
was gibts dort:
die karte ist wirklich schwer zusammen zu fassen, aber hier ein kleiner einblick 
- starters (fried shrimps, chicken satay, nuggets, dumplings, caribbean jerk spiced seitan, seafood tempura, crab rangoon, popcorn shrimp, almond coconut chicken)
- sandwiches (protabella mushroom sandwich, philly cheese steak, chicken cutlet sandwich)
- soups
- mains (beef curry, chicken parmesan, sweet and sour/BBQ/spicy/mango/sesame chicken, quinoa with salmon, butterfly soy chops, steak and potatoes)
- vegetable entrees
- noodles (four cheese ravioli!!)
- burgers
- salads 
- specialty rice and sides


FRANCHIA
find me:
ein wirklich schönes, aber etwas teureres veganes restaurant. wir waren am ersten abend dort und uns war deshalb das geld noch relativ egal, es lohnt sich aber wirklich sehr dort hinzugehen, allein schon für die atmosphäre! dazu war das essen sehr abwechslungsreich und lecker.
was gibts dort:
ihr findet dort asiatische küche, die gerichte werden in dampfkörben, steinbowls oder auf kleinen köchelnden platten serviert. natürlich gibts auch gerichte auf ganz normalen tellern haha! es wird wirklich viel mit veganen substituten angeboten, ich hatte ein bisschen damit zu kämpfen weil mir das teilweise zu viel war, aber für die leute dies mögen ists großartig!


BY CHLOE
find me: 185 bleeker street (und wenn ihr schonmal da seid, nehmt euch zeit für die schöne gegend!)
der laden ist einer meiner absoluten favoriten in new york gewesen! einfach nur großartig, egal auf was man bock hat, salad, was herzhaftes, was süßes, kaffee, smoothie.. es gibt einfach alles dort. 100% house made daily. auch alles glutenfrei zu erhalten.


was gibts dort: 
- salads (kale, quinoa, spicy thai, greek, tempeh, avo, tofu feta)
- burgers + sandwiches (guac burger, pesto meatball, whiskey bbq, smashed avo toast)
- fies + sides (air baked french fries, kale artichoke dip!!!!, tortilla chips)
- pasta (mac n cheese, avocado pesto pasta)
- brunch (oats, almond butter, raw cacao, cinnamon roll, paincakes, quinoa hash browns)
- sweets (pastries, cookies, cupcakes)
- ice cream (ice cream sandwich, kale cookies, coffee chia chip)
- juices, shooters and smoothies



UMA TEMAKERIA
find me: 64 7th ave
ich wollte unbedingt endlich mal einen sushi burrito essen, und den besten soll es angeblich dort geben. ich muss ganz ehrlich sagen: meiner war großartig, suuuper lecker und hat mich extrem satt gemacht. es gab auch die möglichkeit den burrito mit braunem reis füllen zu lassen, und ich konnte sogar seaweedsalad reinmachen lassen! 


s u p e r m a r k e t s

trader joes
trader joes kennen viele von euch vielleicht durch vereinzelte produkte der hausmarke, die man in manchen deutschen discountern antrifft. wir haben bei uns zum beispiel bei aldi nüsse von trader joes, aber nur eine ganz kleine auswahl. im laden selber dann in amerika kann man sich kaum retten vor guten angeboten der eigenen marke: ich bin leider den kandierten pecannüssen verfallen. mir fällt auch gerade auf, dass ich gar keine mehr habe.. ohhh nooooo! wenn ihr da seid, kauft sie. und zwar genug! es gibt auch verdammt leckeren cream cheese von trader joes, ich meine sogar dass ich keinen besseren in amerika gegessen habe als den, und deswegen hab ich auch ein paar töpfe mit nach deutschland davon gebracht. es gibt halt nichts besseres als ein leckeres brötchen mit frischkäse und selbstgemachter erdbeermarmelade zum frühstück wenn ihr mich fragt. 

whole foods
zu whole foods kann ich gar nicht so viel sagen, ich war ein paar mal drin, aber jedes mal wenn ich mich getraut habe, habe ich mich vom angebot erschlagen gefühlt. dieser konsumtempel ist der inbegriff von amerika goes green - ich hab mich absolut nicht wohlgefühlt, dazu ist es auch noch sehr teuer da drin, aber egal was man sucht, du bekommst es dort! ich kann gar nicht aufzählen wie viele verschiedene cold pressed juices und juice cleansings man allein beim kassenbereich kaufen konnte, gefühlt so viele wie wir allgemein an firmen in gesamt deutschland haben. 

jeder größere supermarkt ist ansonsten zu empfehlen, man stolpert die ganze zeit über vegane produkte und im kühlregal geht man sowieso nicht leer aus was vegane substitute betrifft. 


ja. bei so einem vielfältigen angebot hab ich natürlich auch dementsprechend viel mit nach deutschland nehmen wollen. es ist kein problem frische donuts und burger etc. mit zu nehmen übrigens! gianna und ich haben uns erstmal schön morgens noch ein dutzend donuts bei dun-well geholt, damit wir die mit unseren liebsten relativ frisch zu hause verköstigen können. was gibts denn geileres als frische donuts aus amerika? naja. also ich finde ehrlich gesagt einiges haha. hab vorher noch nie donuts gegessen und tatsächlich mag ich sie einfach nicht. fettgebäck mit zucker überzogen, not so geil. mehr als ein paar mal abbeissen ging bei mir nicht, bin sofort ins insulinkoma gefallen. naja, was ich eigentlich noch erzählen wollte war, dass ich wie ein tetrisprofi meinen handgepäcksrucksack gepackt habe. mein rucksack ist quadratisch und ich habe ihn bis auf den letzten milimeter perfekt mit schokolade, pancake mixes, keksen, riegeln, den red velvet oreos (!!!! sooo geil! ich mag eigentlich nicht so gern oreos aber die sind der wahnsinn!) gefüllt. wir mussten dann natürlich durch den sicherheitscheck durch, und mein rucksack wurde rausgezogen. die etwas korpulente afroamerikanische flughafenangestellte hat mir super seriös erklärt, dass sie jetzt meinen rucksack öffnen muss, und ich die gesamte zeit während sie meine sachen durchsucht nicht reinfassen darf sondern einfach nur still zuschauen soll. sie hat dann meinen rucksack aufgemacht, mit blick auf den inhalt versuchte sie krampfhaft ihr grinsen zu unterdrücken, guckte mich mit hochgezogener augenbraue an, und sagte "so, i guess you like sweets?" ich "well, just kind of haha" und sie "well girl, i can tell ya, i love sweets!!! amazing, oh whats that, ive never seen this one before!" und nach und nach holte sie jede einzelne süßigkeit aus meinem rucksack raus, wo wirklich NICHTS anderes drin war :D und gab mir zwischen durch mit einem zufriedenen blick zu verstehen, dass sie das zeug was ich gekauft habe, auch richtig gern isst. das war ein schöner abschied von new york.
ich hoffe ich konnte euch einen kleinen eindruck von meinem new york trip weitergeben und hoffentlich auch den einen oder anderen wertvollen tipp! xx, kira







1 Kommentar:

  1. Das sieht alles soo lecker aus! Super Bericht, macht richtig Lust, so eine Städtetour zu unternehmen.

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